Lernen verstehen, um Helfen lehren zu können

Für eine gute Ausbildung muss man verstehen, wie Menschen lernen und warum sie sich für manche Themen mehr, für andere weniger interessieren. In enger Abstimmung mit den anderen Fachgebieten entwickeln wir an den tatsächlichen Bedarf angepasste Lösungen – für eine einfache und effektive Hilfeleistung im Notfall. Dabei behalten wir stets im Auge, dass auch das wünschenswerteste Ziel (z. B. erweiterte Maßnahmen der Ersten Hilfe) trotz bestem Curriculum unerreichbar ist, wenn die Kompetenz nicht vermittelt werden kann. Hierzu erfahren Sie demnächst mehr. 

Die Anforderungen an Ausbildunginhalte und Lehrmethoden unterscheiden sich in den einzelnen Lebensabschnitten, vom kleinen Kind bis zum Senium und müssen sich an den individuellen Bedürfnissen orientieren. Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Beeinträchtigungen wollen auch helfen, und genau das wollen wir ermöglichen, sei es durch den Einsatz von Gebärdensprache in der Ausbildung oder durch Modifikation von Maßnahmen, die an das individuelle Leistungsvermögen angepasst sind.

Die Erste-Hilfe-Ausbildung muss sich einerseits am medizinischen Bedarf orientieren (konkrete Anforderungen an Erste-Hilfe-Maßnahmen), andererseits am Leistungsvermögen des Ersthelfers. Eine Blaupause gibt es nicht. Es sind umfangreiche Forschungsarbeiten notwendig, um eine Best-practice-Lösung zu entwickeln.

Deutsche Gesellschaft für Erste Hilfe (DGEH) e. V.
Fachgebiet IV (Pädagogik, Bildungswissenschaften)
Telefon (089) 2627-17400